GRAUER STAR (KATARAKT)

1. Begriff und Ursache
Grauer Star, was ist das?

Als Grauer Star (die Katarakt) wird eine Eintrübung der natürlichen Linse des Auges bezeichnet. Sichtbar ist die Katarakt dadurch, dass sich die ansonsten schwarze Pupille weißgrau darstellt. Der Graue Star kann unbehandelt zum Erblinden führen. Je nach Ort der Trübung werden zwei Formen des Grauen Stars unterschieden: Der Rindenstar betrifft die Linsenrinde, der Kernstar den Linsenkern. Letzterer kommt häufig bei Kurzsichtigen vor. Die Trübung der Linse ist Folge ihrer natürlichen Alterung. Sie schreitet mit dem Lebensalter kontinuierlich fort und die Betroffenen sind häufig erst in einem späten Stadium der Krankheit in ihrem Sehvermögen beeinträchtigt. Bis heute ist es nicht möglich, der altersbedingten Linsentrübung vorzubeugen.

Was sind die Ursachen des Grauen Stars?
Die häufigste Ursache für die Entstehung des Grauen Stars ist ein natürlicher Alterungsprozess der Linse. Ähnlich wie im Alter Haare ergrauen oder die Haut Falten bildet, kann es im höheren Lebensalter zur Ausbildung eines Altersstars kommen. Meist entsteht der Altersstar erst nach dem 60. oder 70. Lebensjahr. In seltenen Fällen kann der Altersstar schon ab dem 50. Lebensjahr auftreten. Aber auch Augenverletzungen können einen Grauen Star hervorrufen. Auch schwere Entzündungen des Augeninneren oder verschiedene Stoffwechselerkrankungen wie z. B. die Zuckerkrankheit können zum Grauen Star führen. Sehr selten kann der Graue Star bereits von Geburt an bestehen. Angeboren oder erworben? Die angeborene Form des Grauen Stars ist erblich bedingt oder Folge einer Infektion der Mutter während der Schwangerschaft (z. B. Röteln). Die häufigste erworbene Form ist der sogenannte Altersstar (Cataracta senilis).

Ursachen des erworbenen Grauen Stars können zudem sein:
Augenprellungen (Kontusionsstar)
starke Wärmeeinwirkung (Wärmestar)
Starkstromunfälle (Blitzstar)
verschiedene Haut- und Muskelerkrankungen
ionisierende Strahlen, z. B. Röntgenstrahlen
(Strahlenstar)

Der Graue Star als Begleiterscheinung

Begleitend kann eine Linsentrübung auch bei anderen Augenerkrankungen vorkommen,
so z. B.

beim Grünen Star (Glaukom)
bei einer Netzhautablösung
bei Stoffwechsel-Erkrankungen wie Diabetes
bei chronischen Augenentzündungen
bei/nach Verletzungen des Auges
einige Medikamente können eine Katarakt hervorrufen

Das Rauchen und erhöhte Exposition gegen/auf UV-Strahlen können die Entstehung einer Katarakt begünstigen.

2. Der Aufbau des Auges
Das Licht (d. h. Ihr Seheindruck) gelangt vorn durch die Hornhaut in das Auge, tritt durch die Linse hindurch und trifft auf die Netzhaut (Retina). Die Netzhaut wandelt dieses Bild in ein elektrisches Signal um, das über den Sehnerv des Auges zum Gehirn weitergeleitet wird. Die Linse im Auge hat die gleiche Funktion wie die Linse eines Fotoapparates: sie soll ein scharfes Bild erzeugen. Ist die Linse klar, wie dies bei Kindern und jungen Erwachsenen in der Regel der Fall ist, entsteht auf der Netzhaut ein scharfes Bild. Mit zunehmendem Alter wird die Linse trüber. Durch eine getrübte Linse kann kein klares Bild mehr im Auge entstehen. Dies ist vergleichbar mit einem Blick durch ein getrübtes Fenster: die Außenwelt ist nicht klar erkennbar.

katarakt

3. Wie wirkt sich der Graue Star auf das Sehvermögen aus?
Bei einer Katarakt legt sich über das Sehfeld eine Art Grauschleier. Je kontrastärmer die Umgebung ist, desto schwerer fällt es den Betroffenen, Gegenstände zu erkennen oder Buchstaben zu lesen. Erste Anzeichen für einen Grauen Star sind die Zunahmeder Lichtempfindlichkeit und Sehschwierigkeiten bei Gegenlicht oder schlechten Sichtbedingungen. Anfangs wird das Sehen nur geringfügig beeinträchtigt, da die Linse nur eine geringe Trübung aufweist. Viele Patienten klagen in diesem Stadium über eine zunehmende Blendungsempfindlichkeit, die dadurch entsteht, dass das Licht durch den Grauen Star vermehrt gestreut wird. Bei allen Starformen ist das Dämmerungssehen besser als das Sehen im Hellen, denn starke Lichteinstrahlung wird in der getrübten Linse gestreut und erzeugt so eine Blendung. Auch über eine Herabsetzung des Sehvermögens unter ungünstigen Beleuchtungsverhältnissen wird berichtet.

Dennoch kann für lange Zeit - auch ohne Operation - ein zufriedenstellendes Sehvermögen erhalten bleiben, da eine Verminderung der Sehschärfe meist nur langsam eintritt. Ab einem gewissen Stadium ist die Linsentrübung so stark, dass auf der Netzhaut nur noch ein verschwommenes Bild erzeugt wird. Besonders Trübungen im Linsenzentrum werden hier eher bemerkt. Insbesondere die gesteigerte Blendungsempfindlichkeit führt dazu, dass Betroffene Schwierigkeiten beispielsweise bei Nachtfahrten mit dem Auto haben. Beim Rindenstar tritt eine Kurzsichtigkeit auf. Diese führt dazu, dass Alterssichtige plötzlich wieder ohne Brille lesen können. Für die Fernsicht benötigen sie trotzdem eine Brille. Die Beeinträchtigung des Sehvermögens durch den Grauen Star kann sehr unterschiedlich empfunden werden. Der Graue Star ist keine ansteckende Erkrankung und man kann ihn auch nicht durch Überanstrengung der Augen bekommen.

4. Diagnose und Behandlung
Wie kann der Augenarzt den Grauen Star feststellen?
Ihr Augenarzt kann mit sehr einfachen Untersuchungsmethoden feststellen, ob sich ein Grauer Star entwickelt, denn die Linse liegt im vorderen Augenabschnitt. Selbst wenn ein Grauer Star vorliegt, ist es nicht immer leicht für Ihren Arzt zu entscheiden, wie stark Sie in der Verrichtung Ihrer täglichen Arbeit beeinträchtigt sind. Es hilft Ihrem Augenarzt weiter, wenn Sie ihm mitteilen, welche Tätigkeiten Ihnen durch das eingeschränkte Sehvermögen schwerer fallen, wie z. B. Autofahren, Fernsehen, Lesen. Zusätzlich gibt es Spezialgeräte, mit deren Hilfe der Schweregrad eines Grauen Stars abgeschätzt werden kann und ob sich durch eine Operation eine wesentliche Verbesserung ergibt. Ob eine Operation durchgeführt werden sollte ist abhängig von der Notwendigkeit einer Verbesserung Ihres Sehvermögens. Zuvor sollten Sie in einem ausführlichen Gespräch mit Ihrem Augenarzt klären, ob Ihr Sehvermögen nicht doch ausreicht und ob Ihnen die Katarakt-Operation wirklich einen Vorteil bringt. Den Zeitpunkt der Operation können Sie gemeinsam mit Ihrem Augenarzt in diesem Gespräch festlegen.

Was können Sie tun, wenn Sie einen Grauen Star im Frühstadium haben?
Schon in einem sehr frühen Stadium kann der Graue Star die optischen Eigenschaften des Auges verändern. Oft hilft zunächst noch eine neue Brillenverordnung. Andere Patienten bemerken, dass Sie ohne Brille plötzlich besser sehen können als mit einer Brille. Das unangenehmste Symptom ist die verstärkte Blendungsempfindlichkeit. Scharfes Sehen kann extrem erschwert werden, wenn Sie an einem sonnigen Tag spazieren gehen oder nachts Auto fahren. Tagsüber können Sonnenbrillen helfen. Auch eine Schirmmütze schützt Sie vor direkter Sonneneinstrahlung. Werden Sie beim Lesen geblendet, sollten Sie die Lichtquelle so anordnen, dass helles Licht direkt von hinten über die Schulter das Buch beleuchtet. Das Autofahren während der Nacht kann durch die erhöhte Blendungsempfindlichkeit unmöglich werden, d. h. möglicherweise dürfen Sie nachts nicht mehr Autofahren bis Ihr Grauer Star operiert wurde.

Wie wird der fortgeschrittene Graue Star behandelt?
Leider gibt es bis heute kein Medikament, das den Grauen Star nachweislich heilen kann. Ist Ihr Sehvermögen durch den Grauen Star erheblich eingschränkt, kann es mittels Implantierung einer Intraokularlinse (IOL) wieder verbessert werden.

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Dr. med. K. Kocadag /
Dr. med. H. Akgül
Gotenstr. 1 / Haus D
42653 Solingen
Tel.: 0212-200550
Fax: 0212-200570
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